Die meiste Zeit des Februars war nicht all zu spannend. Wir haben unseren Unterricht durchgezogen, es gab neue Schuluniformen (die ihr unter den Unterpunkten „Mein Projekt“ und „Meine Organisation“ bewundern könnt) und ich habe mit einem Nachmittagsprogramm für ein paar Schulkinder begonnen. Über dieses kommt sicher noch ein einzelner Bericht.
Am 21.02 habe ich mich mit 5 Mitfreiwilligen auf den Weg nach Kumasi, der Hauptstadt der Ashanti-Region, gemacht. Das Ashanti-Königreich erstreckte sich von ca. 1680 bis 1896 über fast ganz Ghana, Teile von Togo und der Elfenbeinküste. Die Aschantiköngreiche waren die reichsten Könige von Westafrika, bis die Briten das Reich 1896 eroberten. Deswegen ließen wir es uns auch nicht entgehen dem Palast Manhyia einen Besuch abzustatten. Dieser war, bis auf die umherlaufenden Pfaue, jedoch nicht wirklich prunkvoll. Dafür konnten wir genaueres über das Aschanti-Königreich erfahren.

Den nächsten Tag starteten wir in den frühen Morgenstunden, denn dort kann man am besten auf den Märkten in Ghana stöbern.

Abends gab es für uns in einem Rooftop-Restaurant den ersten Burger nach ca. einem halben Jahr.

Plan für den nächsten Tag war das in der Nähe gelegene Dorf Ntonso, in dem traditionelle Kleidung per Hand gewebt und bedruckt wird. Wir haben uns sowohl beim Stampfen der Farbe, als auch beim Bedrucken und Weben der Stoffe versucht.



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Eigentlich wollten wir am Nachmittag zu einem See fahren, doch nachdem wir mehr als 2,5 Stunden auf ein Trotro gewartet haben, hätte sich das zeitlich nicht mehr gelohnt. In Ghana kann man leider nie abschätzen wie schnell man eine Fahrgelegenheit bekommt. Dafür haben wir uns einen weiteren schönen Abend in einem Restaurant gemacht.

Am Montag, den 24.02 ging es nach einem weiteren Abstecher zum Markt, wieder nach Hause. Die erste Stunde der Fahrt wurde, wie schon auf der Hinfahrt, von einem Prediger begleitet, der lautstark durch den Bus von Jesus und der Welt redete. Glücklicherweise stand er dieses Mal auch noch genau neben meinem Sitz, so dass ich nicht mal mehr meine auf volle Lautstärke gedrehte Musik aus den Kopfhörern verstehen konnte…

Direkt in der kommenden Woche wurde die „Funweek“ bei uns abgehalten. Dort werden verschiedene Wettkämpfe zwischen den vier eingeteilten Sections abgehalten. Die Sections bestehen jeweils aus einer Anzahl an Kindern der unterschiedlichen Klassen. Wer am Ende die meisten Punkte geholt hat, muss unter anderem am wenigsten Putzarbeit in der Schule erledigen. In Wettkämpfen wie 100m-, 200m- und Staffellauf, Weitsprung, Kugelstoßen, Speerwerfen, Fußball, Netzball, Sackhüpfen oder Eierlaufen sind die Kinder in ihren Altersklassen gegeneinander für ihre Section angetreten und wurden dabei kräftig angefeuert.


Es ist einfach toll zu sehen wie motiviert die Kinder sind und ich finde es super, dass mit diesen Wettkämpfen die Schulgemeinschaft und Teamfähigkeit gefördert wird. Die Euphorie und Lebendigkeit während dieses Events war einfach unbeschreiblich. Ich war überrascht wie gut alles durchgeplant war und wie viel Eifer und Kreativität manche der Lehrer bewiesen haben. Auf dem sonst leeren und holprigen Fußballplatz stand plötzlich eine Weitsprunganlage, es gab aus Metallstangen geformte Basketballkörbe und halbwegs gerade Laufbahnen.

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Die Funweek war ein tolles Erlebnis, bei dem ich viele Kinder nochmal besser kennenlernen konnte und viele auch mal ihr Talent in anderen Sportarten als Fußball beweisen konnten.
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