Erste Eindrücke (11.09-18.09)

Am 11.09.2019 ging meine Reise nach Ghana los. Um 7Uhr morgens stiegen meine (bis jetzt noch) 6 anderen Mitfreiwilligen und ich in den Flieger, der von Frankfurt nach London flog. Von dort aus ging es nach 6h Wartezeit weiter nach Accra, der Hauptstadt Ghanas. Dort wurden wir von unserem ghanaischen Team schon freudig erwartet. Zu 9. auf 6 Bulliplätzen gestapelt, ging es ca eine 3/4h in das Dorf Tuba, welches unser Zuhause für das nächste Jahr sein wird. Dort teile ich mir eine Wohnung, bestehend aus einem Zimmer mit Balkon und einem Bad, mit meinem Projektpartner Alex. Vor dem Schlafen wurde nur noch die erste von vielen noch folgenden Eimerduschen genommen, das Moskitonetz angebracht und Nudeln mit Ei und Gemüse gegessen.

Mein Lieblingsgericht bis jetzt

In den nächsten Tagen wurden die ersten Tro-Tro– (Umgebaute Kleinbusse mit ca 16 Sitzen, die jedoch oft doppelt oder dreifach belegt werden. Bestehen aus dem Fahrer und dem Mate, welcher die Stationen aus dem Bus ruft oder anzeigt und das Geld einsammelt) und Taxifahrten mit unserem Team unternommen. Die Straßen in Ghana sind unvergleichlich mit denen in Deutschland. Plötzlich bremst du von 60km/h auf 4km/h ab, weil ein riesiges Loch in der Straße ist, mittendrin sich ein Hügel auftut oder Metallstangen aus dem Boden ragen. Auf der einspurigen Straße fahren manchmal auch einfach 3Autos aneinander vorbei, überholen währenddessen noch ein Mofa, welches wiederum nur bestimmt 10cm an Frauen mit Wasser auf dem Kopf vorbeifährt. Während der Fahrt werden dir schon bei kurzen Stops von außen Getränke und Essen angeboten, welche wiederum von Frauen auf den Köpfen getragen werden.

Trotro-Fahrt

Mit dem Trotro ging es bis jetzt zu einem großen Markt, auf dem wir nur in einem kleinen Teilbereich waren, in dem es alles mögliche zu essen gab. Besonders der beißende Fischgeruch, die aufgerollte Kuhhaut und die (noch lebenden) Riesenschnecken sind mir in Erinnerung geblieben. Aber vor allem fand ich die vielen Leute, die uns in Ghana willkommen geheißen haben, uns gegrüßt und die Hände geschüttelt haben, faszinierend. Die Gastfreundschaft der Ghanaer ist wirklich zu beneiden.

Weiter ging es zum Strand von Kokrobite, an den ich im nächsten Jahr gerne öfter zurückkommen möchte.

An manche Sachen werd ich mich in Ghana noch gewöhnen müssen:

  • die Spinnen und Kakerlaken in unserer Wohnung, die wir nur mit Mühe rausbekommen
  • das Zeitgefühl der Ghanaer, auf die man wirklich lange warten muss und was mich schon nach einer Woche mehrmals sehr genervt hat
  • die Löcher in unserer Decke und in der Wand unseres Bades, durch die es bei Regen (im Moment ist Regenzeit & wenn es regnet, dann regnet es in Strömen) tropft
  • das leise und genuschelte Englisch der Ghanaer, welches ich leider sehr oft nicht verstehe
  • das Essen, Zb. Banku (ein Teigkloß aus gesäuertem Mehl) oder den Fisch+Gräten in jedem 2. Gericht
  • das Geschrei aus den Lautsprechern der Moschee (die gefühlt direkt neben unserem Zimmer ist), bei dem man morgens schon vor dem Wecker aufwacht + die Hähne, die abwechselnd den ganzen Tag schreien
  • das Wasser aus Tüten, das entweder nach Chlor oder nach dem verbrannten Müll hier schmeckt
    Trotz alledem überwiegen bis jetzt die positiven Erfahrungen. Seit ein paar Tagen hat auch mein Projekt an der Schule angefangen, wobei ich bis jetzt erstmal den Alltag kennenlerne und erst 2 Stunden Deutsch gegeben habe. Weiteres folgt im nächsten Eintrag.

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