Asa Baako Festival – Busua (04.03 – 09.03)

Sagt man nicht, dass spontane Entscheidungen die besten sind? In meinem Fall hat sich das auf jeden Fall bestätigt, denn ich konnte beim Asa Baako Festival in Busua meine bis jetzt spaßigste Zeit in Ghana erleben! Denn wer mich kennt weiß, dass ich Strand und Meer liebe und auch gerne die ein oder andere Party mitnehme. Und da Busua den wahrscheinlich schönsten Strand Ghanas besitzt, war das Festival der perfekte Ort für mich.

Hier könnte ich jeden Tag verbringen

Als einer meiner Mitfreiwilligen Helena und ich vor ein paar Wochen von dem Festival gehört hatten, wurde unsere Aufmerksamkeit geweckt. Leider wurde uns auch mitgeteilt, dass schon seit Wochen jede Unterkunft belegt sei und es somit keine Schlafplätze mehr vor Ort geben wird. Durch Zufall bekamen wir jedoch den Kontakt eines Ghanaers, der noch ein paar Zelte auf einem der Hostelgärten zu vermieten hatte. Ohne zu überlegen kontaktierten wir ihn und schon ein paar Stunden später stand unser kleiner Trip nach Busua fest.

Am Mittwoch, den 04.03, starteten wir unsere Reise am frühen Morgen, damit wir den Nachmittag noch am Strand verbringen konnten. Gegen Mittag kamen wir in dem kleinen Fischer- und Badeort an und mussten sogar noch auf die Vermieter des Zeltes warten, welche kurz nach uns eintrudelten. Euphorisch wurden wir von dem bestimmt 10-Mann Team begrüßt, es wurden Zelte aufgebaut und wir wurden direkt zum Banku mit Fisch und Pepper- Essen eingeladen. Von da an waren wir die Lieblingsgäste,

  • denen extra Klopapier gekauft wurde wenn es alle war
  • Wasser für die Eimerdusche gebracht wurde
  • denen Frühstück rausgekramt wurde, obwohl wir zu spät waren
  • die jeden Morgen euphorisch begrüßt wurden und nach deren Wohlbefinden und dem gestrigen Abend sich immer erkundigt wurde

Am Ende wurden sogar noch Erinnerungsfotos gemacht und uns wurden fleißig Nummern zugesteckt.

Abbau der ca. 40 Zelte
Abschiedsfoto mit einem Teil des Teams

Die nächsten Tage verbrachte ich mit vielen neuen Leuten, die man entweder am Strand, im Meer, beim Zusammensitzen am Abend oder auf den Partys kennengelernt hat. Ab Mittags wurde die meiste Zeit am Strand verbracht, denn die Temperaturen waren stetig um die 33 Grad. Obwohl Busua, wie auch der Rest von Ghana, am Atlantik liegt und es in diesem, wegen den vielen Strömungen im Wasser, nicht ganz ungefährlich ist schwimmen zu gehen, konnte man dort ohne Bedenken rausschwimmen. In Kokrobite bin ich immer eher vorsichtig, denn dort spürt man, dass die Strömungen einen in einem unaufmerksamen Moment mitziehen könnten und auch die Wellen manchmal unberechenbar brechen. Doch in Busua wurde man sogar zu einem nächtlichen Schwimmgang verleitet.

Abends genoss ich die Stimmung am Strand, wo mehrere Bühnen für unterschiedliche Musikrichtungen aufgebaut waren. Am Ende verschlug es uns meist in die „Skorpion-Lodge“, in der die meiste Zeit ghanaische Lieder gespielt wurden, die wir nach den 6 Monaten aber inzwischen schon oft genug gehört hatten um dazu zu feiern und tanzen.

Zum Glück musste ich nicht alle Nächte in unserem Zelt verbringen, sondern konnte mich in ein von Freunden gemietetes Hostelzimmer schnorren, denn die Lautstärke der Frühaufsteher und die Temperaturen auf dem Campingplatz, zwangen einen schon um 7:30Uhr aus dem erhitzten Zelt. Und nach einer langen Nacht kann das ziemlich nervtötend sein. Und da es Samstag Nachmittag auch noch geregnet hatte, war unser Zelt etwas in Mitleidenschaft gezogen worden, so dass ich die Nacht lieber nicht auf einer feuchten Matratze verbringen wollte. Außerdem konnte ich so sogar noch eine Nacht länger in Busua verbringen, denn unsere Zelte wurden schon am Sonntag abgebaut.

Ich dachte ich könnte ungestört den Schlaf der letzten Nacht nachholen…
Meine Hände sind bei den Temperaturen nach dem Regen fast eingefroren…

Ab Montag, den 09.03, mussten wir dann nach einer Nacht Verlängerung endgültig nach Tuba zurück. Mit einer Träne im Augenwinkel verließen wir diesen wunderschönen Strand, das gute Essen und die Freunde, bei denen man das Gefühl hatte sie schon sein ganzes Leben lang zu kennen. Busua, wir werden uns sicher Wiedersehen, wenn es das Corona-Virus noch zulässt…

Motivation vor der Abfahrt
So einen Salat werd ich in den nächsten Monaten vermissen

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